Was ist ein Sparkonto für Kinder?
Ein Sparkonto für Kinder ist ein Konto, auf dem das Ersparte eines Kindes verzinst angelegt wird – eröffnet auf den Namen des Kindes, verwaltet von den Eltern als gesetzliche Vertreter. Der Begriff Sparkonto ist dabei ein Oberbegriff: Darunter fallen ganz unterschiedliche Anlageformen, vom klassischen Sparbuch über das Tagesgeldkonto und Festgeld bis hin zum ETF-Sparplan im Wertpapierdepot.
Genau hier liegt der häufigste Fehler vieler Eltern: Sie denken beim Stichwort Sparkonto automatisch an das gute alte Sparbuch bei der Filialbank vor Ort. Doch das beste Sparkonto für Kinder ist heute in den allermeisten Fällen ein modernes Tagesgeldkonto – flexibel, kostenlos und mit spürbar besseren Zinsen. In diesem Ratgeber vergleichen wir alle Optionen und zeigen, welches Sparkonto zu welchem Sparziel passt. Wie sich das Sparkonto in die gesamte Geldanlage für Kinder einordnet, zeigt unser übergreifender Ratgeber.
Wichtig vorweg: Dieser Beitrag ist ein Ratgeber und keine Anlageberatung. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede der einzelnen Kontoarten, damit Sie für Ihr Kind eine informierte Entscheidung treffen können.
Das Sparbuch – warum es sich kaum noch lohnt
Das Sparbuch ist in Deutschland tief verwurzelt: Über Generationen war es das Sparkonto für Kinder schlechthin. Zur Geburt, zur Taufe oder zum Geburtstag wurde ein Sparbuch angelegt, und Geldgeschenke wanderten Jahr für Jahr darauf. Doch als Geldanlage hat das Sparbuch heute mehr Nachteile als Vorteile.
Kaum Zinsen: Filialbanken verzinsen Sparbücher häufig nur mit symbolischen 0,01 bis 0,25 Prozent pro Jahr. Bei einer solchen Verzinsung verliert das Ersparte durch die Inflation Jahr für Jahr real an Wert – aus dem Sparen wird ein schleichender Verlust.
Kündigungsfrist: Beim klassischen Sparbuch dürfen pro Monat in der Regel nur 2.000 Euro ohne Vorankündigung abgehoben werden. Wer mehr benötigt, muss den Betrag mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Diese Einschränkung passt nicht zu einem flexiblen Sparkonto für Kinder.
Umständliche Verwaltung: Ein Sparbuch muss oft in der Filiale vorgelegt werden – Online-Banking ist meist nicht oder nur eingeschränkt möglich. Das kostet Zeit und passt nicht mehr in den Alltag berufstätiger Eltern.
Unser Fazit zum Sparbuch: Als sicherer Aufbewahrungsort funktioniert es, als renditestarkes Sparkonto für Kinder hat es 2026 aber ausgedient. Der direkte Nachfolger heißt Tagesgeld – und bietet in fast allen Punkten die bessere Lösung. Wie groß der Zinsunterschied über die Jahre wird, können Sie mit unserem Zinsrechner selbst nachrechnen.
Tagesgeld: das moderne Sparkonto für Kinder
Das Tagesgeldkonto ist die moderne Antwort auf das Sparbuch – und für die meisten Eltern das beste flexible Sparkonto für ihr Kind. Es vereint drei Eigenschaften, die ein gutes Kinder-Sparkonto ausmachen: tägliche Verfügbarkeit, attraktive Zinsen und kostenlose Kontoführung.
Volle Flexibilität: Anders als beim Sparbuch gibt es beim Tagesgeld keine Kündigungsfristen. Sie können jederzeit über das gesamte Guthaben verfügen – ideal, wenn kurzfristig Geld für Anschaffungen, Klassenfahrten oder den Führerschein gebraucht wird.
Deutlich höhere Zinsen: Direktbanken zahlen ein Vielfaches dessen, was auf dem Sparbuch landet. Das U18-Tagesgeldkonto der Renault Bank direkt bietet aktuell 3,50% Zinsen p.a. für Neukunden und – anders als viele Lockangebote – auch nach Ablauf der 3-monatigen Zinsgarantie noch 2,00% für Bestandskunden.
Kostenlos und auf Kindesnamen: Ein gutes Kinder-Tagesgeldkonto ist komplett gebührenfrei und läuft auf den Namen des Kindes. So kann das Kind seinen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr nutzen und Zinserträge bleiben in der Regel steuerfrei.
Wie ein Tagesgeldkonto für den Nachwuchs im Detail funktioniert und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, lesen Sie in unserem ausführlichen Ratgeber Tagesgeld für Kinder.
💰 Renault Bank U18-Tagesgeldkonto
Aktuell 3,50% Zinsen p.a. für Neukunden – kostenlos, täglich verfügbar und mit EU-Einlagensicherung bis 100.000 €. Unser Favorit unter den flexiblen Sparkonten für Kinder.
Zum Testsieger → * Affiliate-Link – für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.Festgeld und ETF-Sparplan als Ergänzung
Das Tagesgeldkonto eignet sich hervorragend als flexibles Basis-Sparkonto. Für bestimmte Sparziele lohnt es sich aber, das Kinder-Sparkonto um zwei weitere Bausteine zu ergänzen: Festgeld und einen ETF-Sparplan.
Festgeld: feste Laufzeit, planbare Zinsen
Beim Festgeld legen Sie einen Betrag für eine feste Laufzeit an – üblich sind ein bis fünf Jahre. Im Gegenzug ist der Zinssatz für die gesamte Laufzeit garantiert. Das eignet sich gut für Geld, das absehbar erst in einigen Jahren gebraucht wird, etwa für den Führerschein oder den Studienstart. Der Nachteil: Während der Laufzeit kommen Sie nicht an das Geld. Wie sich beide Anlageformen unterscheiden, zeigt unser Vergleich Festgeld vs. Tagesgeld. Ein passendes Angebot für Minderjährige finden Sie auf unserer Schwesterseite u18festgeld.de.
ETF-Sparplan: langfristig Rendite mit Chancen und Risiken
Wer sehr langfristig – über zehn Jahre und mehr – für das Kind spart, kann einen Teil des Geldes in einen ETF-Sparplan investieren. Über einen breit gestreuten Aktien-ETF partizipiert das Kind an der Entwicklung der weltweiten Börsen. Die Renditechancen sind höher als bei jedem Sparkonto, dafür schwankt der Wert des Depots und ein Verlustrisiko besteht. Ob sich das für Ihr Sparziel lohnt und wie eine sinnvolle Kombination aussieht, erklären wir im Ratgeber ETF oder Tagesgeld für Kinder.
Die clevere Faustregel lautet: Tagesgeld als flexibles Basis-Sparkonto, Festgeld für mittelfristige Ziele mit festem Termin und ein ETF-Sparplan für den langfristigen Vermögensaufbau – je nach Risikobereitschaft und Zeithorizont.
Renault Bank U18-Tagesgeldkonto Bewertung
Welches Sparkonto passt zu welchem Sparziel?
Es gibt nicht das eine beste Sparkonto für Kinder – es kommt auf das Sparziel und den Zeithorizont an. Diese Orientierung hilft bei der Entscheidung:
Kurzfristig verfügbar (0 bis 2 Jahre): Für Geld, das jederzeit greifbar sein soll – etwa Taschengeld, Geldgeschenke oder ein Notgroschen fürs Kind – ist das Tagesgeldkonto die erste Wahl. Volle Flexibilität, gute Zinsen, keine Fristen.
Mittelfristig planbar (2 bis 5 Jahre): Steht ein konkreter Termin fest, etwa der Führerschein mit 17 oder 18, kann ein Teil des Geldes in Festgeld wandern. Sie sichern sich einen festen Zins und widerstehen der Versuchung, das Geld vorzeitig auszugeben.
Langfristig anlegen (10 Jahre und mehr): Wer ab der Geburt für Studium, erste Wohnung oder den Start ins Erwachsenenleben spart, kann einen ETF-Sparplan beimischen. Über einen so langen Zeitraum gleichen sich Kursschwankungen historisch meist aus. Tipp: Kombinieren Sie einen ETF-Sparplan mit einem Tagesgeldpuffer, damit Sie in schwachen Börsenphasen nicht verkaufen müssen.
Weitere Anregungen, wie Sie das Ersparte je nach Anlass strukturieren, finden Sie in unseren Ratgebern zur Geldanlage zur Geburt und zum Thema Kindergeld anlegen.
Sparkonto für das Kind eröffnen
Ein Sparkonto für ein Kind zu eröffnen, ist heute unkompliziert und meist komplett online möglich. Am Beispiel des U18-Tagesgeldkontos der Renault Bank direkt läuft es so ab:
1. Antrag ausfüllen: Sie stellen als Eltern gemeinsam den Online-Antrag auf den Namen des Kindes. In der Regel müssen beide sorgeberechtigten Elternteile zustimmen.
2. Identität nachweisen: Die Legitimation erfolgt per VideoIdent oder PostIdent. Als Nachweis für das Kind dient die Geburtsurkunde; ab 16 Jahren legitimiert sich das Kind zusätzlich mit dem eigenen Ausweis.
3. Zugang einrichten: Nach der Freischaltung richten Sie das Online-Banking beziehungsweise die App ein und können das erste Guthaben überweisen.
4. Freistellungsauftrag stellen: Damit die Zinsen steuerfrei bleiben, hinterlegen Sie einen Freistellungsauftrag über den Sparerpauschbetrag des Kindes.
Eine ausführliche Anleitung mit allen benötigten Unterlagen finden Sie in unserem Ratgeber Tagesgeld für Kinder.
Tipps: So holen Sie mehr aus dem Sparkonto heraus
Dauerauftrag einrichten: Ein monatlicher Dauerauftrag auf das Sparkonto sorgt dafür, dass Sie automatisch und diszipliniert sparen. Schon kleine Beträge summieren sich über die Jahre durch den Zinseszins zu einer stattlichen Summe – wie viel genau, zeigt Ihnen unser Zinsrechner.
Geldgeschenke direkt anlegen: Überweisen Sie Geldgeschenke zu Geburtstag, Weihnachten, Kommunion oder Konfirmation direkt auf das Sparkonto des Kindes, statt sie im Alltag versickern zu lassen. So arbeitet jedes geschenkte Euro sofort für die Zukunft Ihres Kindes.
Freistellungsauftrag nutzen: Mit einem Freistellungsauftrag bleiben Zinserträge bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei. Bei einem Sparkonto auf Kindesnamen steht dieser Freibetrag dem Kind zusätzlich zur Verfügung.
Zinsen vergleichen und wechseln: Prüfen Sie regelmäßig, ob Ihr Sparkonto noch marktgerecht verzinst wird. Bei Direktbanken ist ein Wechsel unkompliziert – und ein besserer Zinssatz macht über die Jahre einen spürbaren Unterschied.
Weiterlesen: Ratgeber für Eltern
- Geld anlegen für Kinder: der komplette Ratgeber
- Tagesgeld für Kinder: So sparen Eltern richtig
- Festgeld vs. Tagesgeld: Was lohnt sich mehr?
- ETF oder Tagesgeld für Kinder im Vergleich
- Geldanlage zur Geburt: Früh sparen zahlt sich aus
- Sparerpauschbetrag für Kinder nutzen
- Kindergeld anlegen: 259 € monatlich optimal nutzen
- Zinsrechner: Endkapital & Zinsen live berechnen
- U18-Festgeld: Festzins für Kinder auf u18festgeld.de
Häufige Fragen zum Sparkonto für Kinder
Jetzt das beste Sparkonto für Ihr Kind sichern
3,50% Zinsen p.a. – täglich verfügbar – kostenlose Kontoführung – EU-Einlagensicherung
Zum Testsieger → * Affiliate-Link – für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.