Wann sich ein Wechsel lohnt
Ein Wechsel kommt infrage, wenn der Zins nach dem Ende einer Neukunden-Aktion deutlich gesunken ist oder andere Banken dauerhaft mehr zahlen. Rechnen Sie kurz nach: Bei 5.000 € und einem Unterschied von zwei Prozentpunkten bringt ein viermonatiger Aktionszins rund 33 € mehr. Bei größeren Beträgen und längeren Zeiträumen wird der Unterschied spürbar.
Worauf Sie bei Kinderkonten achten sollten
Bei Konten für Minderjährige ist der Aufwand höher als bei eigenen Konten: Beide Sorgeberechtigten müssen der Eröffnung zustimmen und sich legitimieren, für Ihr Kind brauchen Sie Geburtsurkunde und Steuer-ID. Prüfen Sie außerdem, wer bei der neuen Bank als Neukunde gilt. Oft ist das nur, wer dort in den letzten Monaten kein Konto hatte.
Der Freistellungsauftrag zieht nicht mit
Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr gilt für Ihr Kind insgesamt, nicht pro Bank. Verringern Sie den Freistellungsauftrag bei der alten Bank und erteilen Sie bei der neuen einen eigenen. Kündigen Sie das alte Konto erst, wenn die letzten Zinsen gutgeschrieben sind.
So läuft der Wechsel ab
- 1Angebot prüfenVergleichen Sie Aktionszins, Dauer der Aktion und den Zins danach. Ein hoher Startzins mit niedrigem Anschlusszins lohnt sich nur, wenn Sie bald wieder wechseln möchten.
- 2Neues Konto eröffnenBeide Sorgeberechtigten legitimieren sich. Als Referenzkonto können Sie meist das bisherige Girokonto angeben.
- 3Geld umziehenÜberweisen Sie das Guthaben über das Referenzkonto auf das neue Tagesgeld. Das Geld bleibt dabei Eigentum Ihres Kindes.
- 4Altes Konto schließenPassen Sie Freistellungsauftrag und Daueraufträge an und kündigen Sie das alte Konto.
Wann Bleiben die bessere Wahl ist
Nicht jeder Wechsel lohnt sich. Zahlt Ihre Bank einen ordentlichen Dauerzins, sparen Sie sich mit einem Verbleib Aufwand und Papierkram. Für Erspartes, das über Jahre wächst, ist ein dauerhaft guter Zins oft wichtiger als ein kurzer Aktionszins, mehr dazu im Ratgeber Aktionszins oder Dauerzins.
Notieren Sie sich das Enddatum der Neukunden-Aktion. Dann sehen Sie rechtzeitig, wann der Zins sinkt, und können in Ruhe entscheiden.
Fazit
Ein Wechsel des Kinder-Tagesgeldes lohnt sich vor allem bei größeren Beträgen und deutlichen Zinsunterschieden. Planen Sie die Legitimation beider Eltern und den Freistellungsauftrag ein, dann ist der Umzug schnell erledigt.
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